Nachdem der letzte Teil mit Cliffhangern endete, bekommen wir Auflösungen. Unweigerlich bewegen wir uns auf den Höhepunkt zu und ich war geneigt zu sagen, da werden die letzten Seiten langweilig auslaufen, da packte der gute Sim eine Schippe Spannung drauf. In diesem Teil werden durchaus Strippen entwirrt. Und neue Knäuels angelegt.
Im sechsten Teil dieser Lesereise – die als Leserreise ein absoluter Albtraum wäre – entwickelten sich die Ereignisse sehr dramatisch. Versprochen werden kann, dass in dem folgenden Teil ein wenig ruhiger wird. Das liegt daran, dass der betrachtete Teil kürzer ist. Es stellt den Abschluss des zweiten Teils des Buches dar, in dem wir gleich mit zwei Cliffhangern konfrontiert werden.
Das KI-Orakel hat sich nicht bewahrheitet. Da der letzte Teil mit Seite 45 schloss, wäre das Fortschreiben der Story mit dieser Prognose für Jung-Simenon sehr sportlich gewesen. Inhaltlich kann es noch eintreffen – allerdings, und da ist nicht zu viel verraten, nicht in diesem Part. Das Motto ist diesmal: »Erst einmal ankommen«. Die Herrschaften sind auf einer Insel gelandet.
»Bei dem Tempo, das Simenon hier vorlegt – Meuterei, Massaker, Sturm, Schiffbruch, Geschlechterenthüllung, alles in gut dreißig Seiten – wird Jean vermutlich noch vor Seite 50 enttarnt, Master John stellt sich als ihr Erzfeind heraus, und Toubou opfert sich für irgendjemanden. Aber das ist nur Pulp-Logik, kein Wissen.« Eine KI-Voraussage, wie sich die Handlung entwickelt.
Auf den Punkt »habe ich entdeckt« werde ich später noch einmal zurückkommen. Mittlerweile habe ich im Netz ein PDF entdeckt, das dort sicher nicht sein sollte: »L’autre Univers de Simenon« von Michel Lemoine beschäftigt sich mit den Werken, die landläufig als Groschenhefte bezeichnet werden. In diesem findet sich auch etwas über »Les Maudits du Pacifique«.
Gestern habe ich etwas Gutes getan. Ich habe dem Internet den Namen »Norcklid« beigebracht. Endlich weiß die ganze Welt Bescheid, dass es sich bei dem James um einen sehr reichen Mann aus New York handelte, der sich in ein Abenteuer stürzte. Leichte Zweifel, dass wir es mit Freiwilligkeit zu tun hatten, habe ich schon gehabt. Dass sich der Nebel lichtet, kann ich nicht behaupten.
Für diesen zweiten Teil werde ich mich noch nicht wissend machen: Hier soll berichtet werden, wie es mit dieser Abenteuergeschichte losgeht. Das ist ein Genre, mit dem uns Simenon in späteren Jahren nicht mehr beglückte. Die eine oder andere Erkenntnis werden wir schon haben, aber ich verspreche: Nachschauen, von wann diese Geschichte ist, werde ich nicht.
Alle sind in weihnachtlicher Stimmung und was mache ich? Überarbeite die Erzählungen, in denen uns Simenon wärmere Gefilde nahebringt. Aber jetzt wird es noch toller! Ich begebe mich auf eine Reise in das Ungewisse, denn ich habe das Reprint der Erzählung »Les Maudits du Pacifique« vorliegen, welches Tallandier als Groschenheft verlegte. Und ich weiß nichts ...